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TLDR: Viele Zeitungen machen gerne gerade Schlagzeilen. Menschen “hassen” oder "fürchten” KI. Aber die Stimmung kippt nicht. Sie differenziert sich, und zwar in jeder Region anders. In den USA klafft eine 50-Punkte-Lücke zwischen Expert:innen-Optimismus und Bevölkerungsskepsis, nur 10 Prozent sind eher begeistert als besorgt. Europa reguliert das Misstrauen in Gesetze, bindet dabei aber massive IT-Ressourcen. Und die Schweiz? Pragmatisch wie immer: 60 Prozent der Firmen nutzen KI, aber nur wenige systematisch, während 40 Prozent der Bevölkerung mehr Sorge als Begeisterung empfinden. Was alle drei Märkte verbindet: Vertrauen entsteht 2026 nicht mehr durch Technologie-Versprechen, sondern durch Transparenz, Befähigung und erlebbare Kontrolle.

Überall liest man: Die Leute sind skeptisch gegenüber KI. Die Stimmung kippt. So einfach ist es nicht.

Der Stanford AI Index 2026, eine der umfassendsten KI-Studien weltweit, zeigt: 59 Prozent der Befragten weltweit sagen, KI bringe mehr Vorteile als Nachteile. Das sind mehr als noch 2024. Gleichzeitig geben 52 Prozent an, dass KI-Produkte sie nervös machen. Auch das ist gestiegen.

Beide Zahlen steigen. Gleichzeitig. Das klingt widersprüchlich, ist es aber nicht. Es zeigt: Die Menschen nutzen KI, weil sie nützlich ist. Aber sie spüren auch, dass die Kontrolle darüber nicht geklärt ist. Wer ein Werkzeug täglich benutzt, bemerkt dessen Schwächen schneller als jemand, der nur darüber liest.

Generative KI wird laut Stanford schneller genutzt als jede Technologie vor ihr: 53 Prozent der Weltbevölkerung setzen sie regelmässig ein, schneller als PC, Internet und Smartphone es je geschafft haben. Ambivalenz ist hier kein Rückschritt. Sie ist das natürliche Erwachsenwerden eines Hypes.

USA: Grosser Graben, aber anders als gedacht

In den USA wird die Lage gerne auf "Skepsis" verkürzt. Was Stanford tatsächlich zeigt, ist eine Spaltung zwischen Expert:innen und Bevölkerung.

73 Prozent der KI-Fachleute erwarten, dass KI den Arbeitsalltag verbessert. Bei der Allgemeinbevölkerung sind es 23 Prozent. Das ist eine Lücke von 50 Punkten. Und es erklärt, warum so viele Menschen das Gefühl haben, dass KI an ihnen vorbei entwickelt wird.

Nur 10 Prozent der US-Amerikaner:innen sagen, sie seien eher begeistert als besorgt. Und nur 31 Prozent trauen ihrer Regierung zu, KI sinnvoll zu regulieren. Das ist der tiefste Wert aller untersuchten Länder.

Das Problem ist also nicht die Technologie selbst. Es fehlt an Vertrauen in die Institutionen, die sie steuern sollen. Wenn weder Behörden noch Unternehmen dieses Vertrauen aufbauen, bleibt bei den Menschen nur die Skepsis.

Für Firmen heisst das: Wer KI nur mit Effizienzgewinnen verkauft, stösst zunehmend auf Widerstand. Es braucht eine klare Antwort auf die Frage, wie Menschen eingebunden und befähigt werden, nicht nur entlastet.

Europa: Regulierung als Vertrauensmaschine oder Innovationsbremse?

Europa wählt einen anderen Weg. Statt auf Marktvertrauen zu setzen, wird Misstrauen formalisiert: durch den AI Act und verschärfte Datenschutzregeln. IT-Abteilungen wenden je nach Quelle zwischen 30 und 40 Prozent ihrer Ressourcen für Compliance auf. Aus der Industrie kommt die Warnung, das gehe zulasten der Wettbewerbsfähigkeit.

Beide Seiten haben Argumente. Aber beide übersehen denselben Punkt: Regulierung baut nur dann Vertrauen auf, wenn sie sichtbar wirkt. Das Cookie-Banner, das wir alle genervt wegklicken, hat niemanden souveräner gemacht. Erlebbare Datensouveränität hingegen schon.

Genau hier liegt die strategische Frage für europäische Unternehmen: Nicht "wie umgehen wir die Regulierung", sondern "wie machen wir Compliance zum sichtbaren Vertrauensbeweis". Das ist ein Unterschied im Denken, nicht im Tooling.

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Schweiz: Pragmatisch, aber nicht strategisch

Und die Schweiz? Hier liegen seit Mai 2026 gleich zwei gewichtige Studien vor: die UBS-Umfrage bei 2500 Unternehmen und die ai-dentities-Studie der Universität Zürich bei 1000 Personen in der Deutsch- und Westschweiz. Zusammen ergeben sie das bisher detaillierteste Bild der Schweizer KI-Stimmung.

Die Unternehmensseite zeigt Pragmatismus. Sechs von zehn Firmen nutzen KI, 60 Prozent planen höhere Investitionen, 69 Prozent berichten von messbaren Erträgen. Aber: Nur die wenigsten setzen KI systematisch ein. UBS-Ökonom Alessandro Bee bringt es auf den Punkt: "Viele Unternehmen nutzen KI, aber nur wenige tun dies systematisch." Es ist Evolution, keine Transformation.

Die Bevölkerungsseite zeigt ein anderes Bild. Die UZH-Studie fragt direkt: Begeistert oder besorgt? Die Antwort ist eindeutig dreiteilig. 40 Prozent sind besorgter als begeistert. 39 Prozent sagen: beides gleichzeitig. Und nur 21 Prozent sind mehrheitlich begeistert. Die grösste Einzelgruppe ist also weder dagegen noch dafür, sie ist ambivalent.

Alter ist dabei die schärfste Trennlinie. Unter den unter 30-Jährigen nutzen 61 Prozent generative KI regelmässig, nur 6 Prozent haben sie noch nie verwendet. Bei den über 60-Jährigen kehrt sich das um: 52 Prozent haben noch nie ein KI-Tool benutzt, nur 13 Prozent nutzen es oft. Dieselbe Alterslinie zeigt sich bei den Einstellungen: 60 Prozent der über 60-Jährigen sind besorgter als begeistert, bei den unter 30-Jährigen nur 31 Prozent.

Wer KI nutzt, steht ihr positiver gegenüber. Unter denjenigen, die KI noch nie benutzt haben, sind 81 Prozent besorgter als begeistert. Bei den Vielnutzer:innen sind es nur 16 Prozent. Aber selbst dort sagen 39 Prozent: gleichzeitig begeistert und besorgt. Ambivalenz verschwindet nicht mit der Nutzung. Sie verändert nur ihre Form.

KI sei wie Lebkuchen, "weil es lecker aber klebrig ist."

Eine Studienteilnehmerin

Die UZH-Studie enthält noch einen Befund, der für die Kommunikation entscheidend ist: Sie liess Befragte Metaphern für KI formulieren. Die Ergebnisse zeigen, dass selbst maximal begeisterte Personen für ironische oder skeptische Bilder greifen. KI als "Katze am Keyboard, weil sie so tut, als wüsste sie alles, und manchmal stimmt's sogar." Oder als "Sauser, weil man nicht immer genau weiss wie der Geschmack ist, aber es trotzdem fein ist." Was Menschen auf einer Skala ankreuzen und wie sie über KI denken, sind zwei verschiedene Dinge.

Für die Kommunikation bedeutet das: Wer nur mit Begeisterung oder nur mit Warnung kommt, erreicht die grösste Gruppe nicht. Die 39 Prozent in der Mitte brauchen keine Überzeugung in eine Richtung. Sie brauchen ehrliche Einordnung, sichtbare Governance und den Raum, beide Seiten gleichzeitig zu halten.

Oder wie es eine 16-jährige Befragte formulierte: KI sei wie Lebkuchen, "weil es lecker aber klebrig ist."

Was das für dich und dein Unternehmen heisst

Die Frage ist nicht mehr, ob KI kommt. Die Frage ist, ob du das Vertrauen aufbaust, das ihre Akzeptanz sichert. Drei Punkte sind entscheidend:

Erstens: Befähigung vor Substitution. 66 Prozent der Schweizer Firmen sehen KI als Werkzeug zur Entlastung der Belegschaft, nicht zum Personalabbau. Das ist die richtige Haltung, aber sie muss kommuniziert und erlebbar gemacht werden.

Zweitens: Daten als Voraussetzung, nicht als Nebenprodukt. Wer seine Daten nicht strukturiert hat, wird KI nicht skalieren. Die UBS-Studie zeigt: Der Schlüssel zur Skalierung liegt in der Digitalisierung der Grundlagen.

Drittens: Transparenz als Wettbewerbsvorteil. In einem Markt, in dem 78 Prozent der Bevölkerung Manipulation fürchten, gewinnt nicht die schnellste KI, sondern die vertrauenswürdigste.

Was bleibt?

Die Stimmung kippt nicht. Sie sortiert sich. Die Euphorie weicht einem kritischen Pragmatismus, und das ist keine schlechte Nachricht. Es ist die Voraussetzung dafür, dass KI nicht als Hype in Erinnerung bleibt, sondern als Werkzeug, das funktioniert.

Was dafür nötig ist: weniger Versprechen, mehr Transparenz. Weniger Tools, mehr Kompetenz. Weniger Effizienzstory, mehr Befähigungsstory.

Und darum bin ich nach wie vor überzeugt: Die Zukunft gehört nicht mehr dem Tippen und Klicken, sondern dem gemAInsamen arbeiten mit intelligenten Systemen. Aber nur, wenn wir aufhören, KI als Wunderwaffe zu verkaufen, und anfangen, Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Also wenn Du reden willst, und wenn Du mit mir zusammenarbeiten willst: melde Dich gerne www.rogerbasler.ch

Disclaimer: Dieser Artikel wurde nach meinem eigenen Wissen und dann mit Recherchen mit KI (Perplexity.Ai und Grok.com sowie Gemini.Google.com) manuell zusammengestellt und mit Deepl.com/write vereinfacht. Der Text wird dann nochmals von zwei Personen meiner Wahl gelesen und kritisch hinterfragt. Das Bild stammt von Ideogram.Ai und ist selbst erstellt. Dieser Artikel ist rein edukativ und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte melde dich, wenn Du Ungenauigkeiten feststellst, danke.

Quellen und weitere Informationen:

Cortesi, S., Hasse, A., Müller-Daubermann, K., & Gasser, U. (2026, Mai). Loved. Feared. And here to stay: How people in German- and French-speaking Switzerland think, use, and talk about generative AI. Department of Communications and Media Research, University of Zurich. https://aidentities.ch / https://aidentities.ch/wp-content/uploads/2026/05/Loved.-Feared.-And-Here-to-Stay_2026-05-07.pdf

Stanford University, Institute for Human-Centered Artificial Intelligence. (2026, April). The 2026 AI Index Report. https://hai.stanford.edu/ai-index/2026-ai-index-report

Stanford HAI. (2026, April). Public Opinion Chapter, 2026 AI Index Report. https://hai.stanford.edu/ai-index/2026-ai-index-report/public-opinion

UBS Chief Investment Office & Intervista. (2026, Mai). UBS Outlook Schweiz Q2 2026: Schweizer Unternehmen und künstliche Intelligenz. https://www.ubs.com/global/de/media/display-page-ndp/de-20260519-ubs-outlook.html

Stiftung Risiko-Dialog. (2025/2026). DigitalBarometer: Digitale Souveränität und Selbstbestimmung. https://www.risiko-dialog.ch/db-selbstbestimmung-souveraenitaet/

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