TLDR: Die Arbeitswelt dreht sich gerade auf links – und die Zahlen sind eindeutig. Bis 2030 werden 170 Millionen neue Jobs entstehen, während 92 Millionen wegfallen. Das entspricht einer strukturellen Transformation von 22% aller Arbeitsplätze weltweit. Die Frage ist nicht mehr, ob KI deine Arbeit verändert, sondern wie schnell du dich anpasst. Sekretariatsjobs schrumpfen dramatisch, während KI-Literacy zur Basisqualifikation wird. 59 von 100 Arbeitnehmenden benötigen bis 2030 eine Form der Weiterbildung oder Umschulung. Die gute Nachricht: Wer jetzt die richtigen Skills aufbaut, hat bessere Chancen als je zuvor. Die schlechte: Wer abwartet, verliert wohl endgültig den Anschluss. Aber ist das so?
Der Arbeitsmarkt steht nicht still – er baut um, schon immer
Stell dir vor, du wachst morgen auf und 22% aller Jobs in deinem Umfeld haben sich grundlegend verändert. Klingt nach Science Fiction? Laut dem aktuellen Future of Jobs Report 2025 des World Economic Forum ist genau das bis 2030 Realität. Nicht in einer fernen Zukunft, sondern in den nächsten fünf Jahren.
Die Zahlen aus der Befragung von über 1'000 globalen Arbeitgebern zeichnen ein klares Bild: 170 Millionen neue Arbeitsplätze werden weltweit entstehen – das entspricht etwa 14% der heutigen Beschäftigung. Gleichzeitig verschwinden 92 Millionen Jobs, rund 8% der aktuellen Stellen, vor allem in Verwaltung, Dateneingabe und Routineaufgaben. Netto bleiben 78 Millionen neue Stellen übrig, eine Nettozunahme von etwa 7% der globalen Beschäftigung (World Economic Forum, 2025).
Die Studie deckt 55 Volkswirtschaften ab, 22 Industriecluster und umfasst Daten von über 14 Millionen Arbeitnehmenden. Die Datenpartner – ADP, Coursera, Indeed und LinkedIn – liefern dabei Echtzeit-Einblicke in tatsächliche Arbeitsmarktbewegungen, nicht nur Prognosen (World Economic Forum, 2025).
Das Problem dabei: Die Menschen, deren Jobs wegfallen, passen oft nicht automatisch zu den neu entstehenden Rollen. 63% der Arbeitgeber nennen den Skills Gap als grösstes Transformations-Hindernis (World Economic Forum, 2025). Wir erleben keine Apokalypse, sondern eine Evolution – doch diese Evolution geschieht nicht von selbst.
Von der Verwaltung zur Wertschöpfung
Die Polarisierung der Berufswelt ist bereits in vollem Gang. Laut dem WEF-Report gehören Büro-, Verwaltungs- und Sekretariatsberufe global zu den am stärksten von GenAI exponierten Rollen. Jobanzeigen für klassische Sekretariatsprofile gehen zwischen 2023 und 2025 signifikant zurück (World Economic Forum, 2025).
Die am schnellsten schrumpfenden Berufsgruppen sind konkret: Kassierer:innen und Schalterbeamt:innen, Verwaltungsassistent:innen und Geschäftsführungssekretär:innen, Postbeamt:innen, Bankangestellte und Datenerfasser:innen. Diese Rollen vereint ein Merkmal: Ihre Aufgaben sind hochgradig regelbasiert, repetitiv und digitalisierbar (World Economic Forum, 2025).
Auf der anderen Seite explodiert die Nachfrage nach spezifischen Berufsgruppen. Die am schnellsten wachsenden Rollen bis 2030 sind: Spezialist:innen für Big Data, KI und maschinelles Lernen (mit einem prognostizierten Wachstum), Fintech-Expert:innen, Spezialist:innen für erneuerbare Energien, Fachkräfte im Gesundheits- und Pflegesektor sowie Lehrer:innen und Ausbilder:innen (World Economic Forum, 2025).
UN- und ILO-Analysen zeigen: Rund ein Viertel der Jobs weltweit ist stark von GenAI betroffen – vor allem Frauen, clerical workers und Verwaltungsrollen. Doch das Risiko ist primär die Transformation der Inhalte, nicht die vollständige Substitution (United Nations Conference on Trade and Development, 2025).
Der Arbeitsmarkt bewegt sich weg von der reinen Administration hin zur spezialisierten Wertschöpfung. Wer heute noch reine Routineaufgaben erledigt, sollte sich fragen: Welche koordinierenden, qualitätssichernden oder strategischen Aufgaben kann ich übernehmen?
Das Problem heisst nicht KI – es heisst "Workslop"
Hier wird es paradox: Das globale private Investment in generative KI erreichte 2024 einen Rekordwert von 33,9 Milliarden US-Dollar (World Economic Forum, 2025). Die Technologie ist da, die Tools sind verfügbar, die Versprechen gigantisch. Doch gleichzeitig berichten 40% der Angestellten, dass sie bereits jetzt "Workslop" erhalten – KI-generierte Inhalte, die nützlich wirken, aber ungeprüft und substanzlos sind (Microsoft, 2025).
E-Mails voller Floskeln. Präsentationen ohne echte Aussage. Berichte, die niemand liest. Das Problem ist nicht die Technologie selbst, sondern wie wir sie nutzen.
Microsoft's New Future of Work Report 2025 zeigt anhand von Daten aus ihrer Studie mit über 31'000 Befragten in 31 Ländern: KI-Produktivität ist kein Selbstläufer. Der blosse Einsatz von Tools reicht nicht aus. Echte Gewinne entstehen erst durch neue Arbeitsweisen – iterative Dialoge statt One-Shot-Prompts, menschliche Validierung statt blindes Vertrauen, kollektive Intelligenz statt isolierter Einzelnutzung (Microsoft, 2025).
Eine besonders aufschlussreiche Studie zeigt die Nuancen: Eine randomisierte kontrollierte Studie (RCT) mit erfahrenen Open-Source-Entwickler:innen ergab, dass KI-Assistenten in bestimmten Settings Aufgaben sogar um 19% verlangsamten statt beschleunigten. Die Produktivitätsstory ist also komplexer als die Marketingversprechen suggerieren (Peng et al., 2025).
Die Kompetenz der Zukunft ist nicht "Prompt Engineering", sondern die Fähigkeit, einen kritischen Dialog mit der Maschine zu führen. Menschen müssen KI orchestrieren, ihre Ergebnisse bewerten und ethisch einordnen.
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39% deiner Skills werden sich verändern – bist du bereit?
Die härteste Nachricht des WEF-Reports: 39% der heute gefragten Kernkompetenzen werden sich bis 2030 grundlegend verändern oder obsolet werden (World Economic Forum, 2025). Das heisst, fast die Hälfte dessen, was dich heute qualifiziert, könnte in fünf Jahren wertlos sein – ausser du lernst weiter.
Drei Skill-Cluster stechen heraus:
Technologische Kompetenz steht an erster Stelle. Die am schnellsten wachsenden Skills weltweit sind: AI & Big Data (inklusive GenAI, Machine Learning, Data Analytics), Netzwerke & Cybersecurity (inklusive Risk- und Identity-Management), sowie Programmierung, Scripting und allgemeine technologische Grundkompetenz (World Economic Forum, 2025; OECD, 2025).
Das bedeutet nicht, dass jeder programmieren muss, aber jeder Wissensarbeiter sollte verstehen, wie KI funktioniert, wo ihre Grenzen liegen und wie man sie verantwortungsvoll nutzt. Coursera's Global Skills Report 2025 zeigt massive Nachfragesteigerungen: GenAI-Kurse verzeichnen ein Wachstum von +195%, Critical Thinking +28% und Cybersecurity +11% im Jahresvergleich (Coursera, 2025).
Kognitive Fähigkeiten bleiben zentral. 69% der Unternehmen weltweit nennen analytisches Denken als wichtigste Kernkompetenz 2025 (World Economic Forum, 2025). Warum? Weil Maschinen Daten verarbeiten können, aber Menschen müssen Hypothesen bilden, Zusammenhänge erkennen und Entscheidungen unter Unsicherheit treffen.
Kreatives Denken und Innovation stehen ebenfalls in den Top 5 der gefragtesten Skills. Die kritische Bewertung von KI-Outputs gehört explizit zur Definition von analytischem Denken – nicht blindes Übernehmen, sondern kritisches Hinterfragen (World Economic Forum, 2025).
Sozio-emotionale Kompetenzen gewinnen massiv an Wert. 67% der Unternehmen nennen Resilienz und Flexibilität als zentrale Skills. Kontinuierliche Weiterbildungsbereitschaft ("curiosity and lifelong learning") wird in mehreren Berichten als entscheidender Prädiktor für Beschäftigungsfähigkeit genannt (World Economic Forum, 2025).
Empathie und aktives Zuhören gelten als "sehr schwer ersetzbar" durch KI. Die OECD betont in ihrem Skills Outlook 2025, dass genau diese sozial-emotionalen Skills Beschäftigungsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe in einer KI-getriebenen Ökonomie absichern (OECD, 2025).
Die harten Fakten zur Weiterbildung
Die Weiterbildungs-Challenge ist massiv: 59 von 100 Arbeitnehmenden benötigen bis 2030 eine Form der Weiterbildung oder Umschulung (World Economic Forum, 2025). Das entspricht fast 60% der globalen Belegschaft.
Doch die Realität hinkt hinterher: Während 63% der Arbeitgeber den Skills Gap als größtes Transformations-Hindernis nennen, investieren viele Organisationen noch zu wenig in systematisches Upskilling (World Economic Forum, 2025).
Die OECD zeigt in ihrem Skills Outlook 2025: Länder und Unternehmen mit hoher AI-Reife und starken Weiterbildungsprogrammen erzielen nachweislich höhere Produktivität und Innovationsraten. Der Unterschied zwischen "AI Leaders" und "AI Laggards" liegt nicht primär in der Technologie, sondern in der Lernkultur (OECD, 2025).
Coaching- und Trainingsrollen transformieren sich ebenfalls. KI-gestützte Tools übernehmen Teile von Diagnostik, Übungsdesign und Asynchron-Coaching (Chatbots, Lernpfade), aber die Nachfrage nach hochwertigem, zwischenmenschlichem Coaching wächst weiter. Studien berichten von stark steigender KI-Adoption im Coaching (über 60% Nutzung bis Ende 2025), verbunden mit höheren Conversion Rates, größerem Paketwert und massiver Reduktion administrativer Tätigkeiten (International Coaching Federation, 2025).
Erfolgsrezept: Domänen-Plus-KI-Profile
Was unterscheidet Menschen, die von der KI-Transformation profitieren, von denen, die verdrängt werden? Studien zeigen: Personen, die Technologie mit Strategie, Finanzen und Organisation verbinden, haben besonders hohe Mobilität im Arbeitsmarkt (OECD, 2025).
Die erfolgreichsten Profile der nächsten Jahre sind keine generischen Wissensarbeiter:innen mehr, sondern Expert:innen, die Fachkompetenz mit der Fähigkeit verbinden, KI-Tools und Daten zu orchestrieren. Ein Finanzanalyst, der mit Machine Learning arbeitet. Eine Personalerin, die KI-gestützte Talent-Analysen interpretiert. Ein Arzt, der diagnostische Algorithmen kritisch einordnet.
Die Daten belegen diesen Trend eindeutig: 2025 nutzen bereits etwa 90% der Entwickler:innen weltweit KI-Tools im täglichen Workflow. Über 80% berichten subjektiv von Produktivitäts- und Codequalitätsgewinnen (World Economic Forum, 2025). Doch der Unterschied liegt nicht im reinen Toolgebrauch, sondern in der Integration in die fachliche Expertise.
LinkedIn's Skills on the Rise Report zeigt: Die gefragtesten Kombinationen im Arbeitsmarkt 2025 sind nicht reine Tech-Skills, sondern hybride Profile – etwa "Supply Chain + AI", "Marketing + Data Analytics" oder "HR + People Analytics" (LinkedIn, 2025).
Coursera berichtet von einem Anstieg der GenAI-Kursanmeldungen um 195% im Jahr 2025 (Coursera, 2025). Das zeigt: Die Menschen spüren den Druck. Doch Kurse allein reichen nicht. Was zählt, ist die Anwendung im eigenen Fachgebiet.
Führung neu gedacht: Von Kontrolle zu Kontext
Auch C-Level-Rollen transformieren sich radikal. Administrative Tätigkeiten wie Reporting, Terminkoordination und Standardkommunikation werden stark von GenAI und Automatisierung unterstützt oder teilweise übernommen (McKinsey, 2025).
Was bleibt, ist das Kerngeschäft von Führung: Ziele setzen, Prioritäten wählen, schwierige Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen, Vertrauen bauen und Teams durch Unsicherheit führen. Diese Aufgaben gelten explizit als "nicht automatisierbar" (World Economic Forum, 2025; McKinsey, 2025).
Die Rolle der Führungskraft verschiebt sich von "Kontrolle" zu "Kontext". Microsoft's Studie zeigt: Der nächste Produktivitätshebel liegt in kollektiver Produktivität. Führung muss Menschen-Teams und KI-Agenten so organisieren, dass sie gemeinsame Ziele effizient erreichen (Microsoft, 2025).
McKinsey spricht in ihrem Report "Agents, Robots and Us" von "Skill-Partnerschaften" zwischen Menschen, Agenten und Robotern. Führungskräfte der Zukunft gestalten Workflows, in denen Arbeit systematisch zwischen KI und Menschen aufgeteilt wird (McKinsey, 2025).
Gleichzeitig steigen Empathie, Kommunikations- und Coaching-Fähigkeiten sowie Talententwicklung in ihrer Bedeutung. Der Grund: Je mehr sich automatisiert, desto wichtiger wird die menschliche Seite der Führung. Leadership, soziale Einflussnahme und People Development gehören zu den Top-Skills der nächsten fünf Jahre (World Economic Forum, 2025).
Die Zahlen sind eindeutig: 50% der Manager:innen weltweit sehen AI-Upskilling ihrer Teams als Kernaufgabe (Microsoft, 2025). Gleichzeitig warnen internationale Analysen, dass fehlende Führungskompetenz im Umgang mit KI einer der größten Bremsklötze für Wertschöpfung und Akzeptanz ist (McKinsey, 2025).
Die gefragtesten Skills 2025-2030:
✓ Analytisches Denken (69% der Unternehmen nennen es als Top-Skill)
✓ AI & Data Literacy (GenAI-Kurse +195% Nachfrage)
✓ Resilienz & Flexibilität (67% der Unternehmen zentral)
✓ Leadership & soziale Einflussnahme
✓ Kreatives Denken & Innovation
Und darum bin ich nach wie vor überzeugt: Die Zukunft gehört nicht mehr dem Tippen und Klicken, sondern dem gemAInsamen arbeiten mit intelligenten Systemen. Wir stehen am Beginn einer Ära, in der die Grenzen zwischen Mensch und Maschine durch Sprache neu definiert werden – einer Ära, in der wir mit unseren Computern nicht mehr über Tastaturen und Mäuse kommunizieren, sondern durch die natürlichste Form der menschlichen Interaktion: das Gespräch. Also wenn Du reden willst, und wenn Du mit mir zusammenarbeiten willst: melde Dich gerne www.rogerbasler.ch
Disclaimer: Dieser Artikel wurde nach meinem eigenen Wissen und dann mit Recherchen mit KI (Perplexity.Ai und Grok.com sowie Gemini.Google.com) manuell zusammengestellt und mit Deepl.com/write vereinfacht. Der Text wird dann nochmals von zwei Personen meiner Wahl gelesen und kritisch hinterfragt. Das Bild stammt von Ideogram.Ai und ist selbst erstellt. Dieser Artikel ist rein edukativ und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte melde dich, wenn Du Ungenauigkeiten feststellst, danke.
Quellen und weitere Informationen:
Coursera. (2025). Global Skills Report 2025. https://www.coursera.org/skills-reports/global
International Coaching Federation. (2025). 2025 ICF Global Coaching Study: Executive Summary. https://coachingfederation.org/resource/2025-icf-global-coaching-study-executive-summary/
LinkedIn. (2025). Skills on the Rise 2025. https://www.linkedin.com/business/talent/blog/learning-and-development/skills-on-the-rise
McKinsey & Company. (2025). Agents, Robots and Us: Skill Partnerships in the Age of AI. https://www.mckinsey.com/mgi/our-research/agents-robots-and-us-skill-partnerships-in-the-age-of-ai
McKinsey & Company. (2025). Building the AI Muscle of Your Business Leaders. https://www.mckinsey.com/capabilities/tech-and-ai/our-insights/building-the-ai-muscle-of-your-business-leaders
McKinsey & Company. (2025). Superagency in the Workplace: Empowering People to Unlock AI's Full Potential at Work. https://www.mckinsey.com/capabilities/tech-and-ai/our-insights/superagency-in-the-workplace-empowering-people-to-unlock-ais-full-potential-at-work
Microsoft. (2025). New Future of Work Report 2025. https://www.microsoft.com/en-us/research/publication/new-future-of-work-report-2025/
OECD. (2025). OECD Skills Outlook 2025. https://www.oecd.org/en/publications/oecd-skills-outlook-2025_26163cd3-en.html
Peng, S., et al. (2025). Early 2025 AI Experienced OS Dev Study. METR. https://metr.org/blog/2025-07-10-early-2025-ai-experienced-os-dev-study/
United Nations Conference on Trade and Development. (2025). Technology and Innovation Report 2025: Chapter 2. https://unctad.org/system/files/official-document/tir2025ch2_en.pdf
World Economic Forum. (2025). Future of Jobs Report 2025. https://reports.weforum.org/docs/WEF_Future_of_Jobs_Report_2025.pdf



